Der süße Brei

Roland Wolf, der bitterböse Ruben
Der süße Brei

Der süße Brei

Am Samstag hatte in den Hackeschen Höfen ein TV-Märchen Premiere, welches gar nicht so leicht umzusetzen war, passt doch diese Geschichte der Gebrüder Grimm auf eine halbe Buchseite. Was den Autoren Anja Kömmerling und Thomas Brinx dann alles dazu eingefallen ist, das hat die Zuschauer des Preview begeistert und auch einige Tränen konnte man sehen, die schnell weggewischt wurden, als das Saallicht zum Applaus anging.

Roland Wolf darf hier zum ersten Mal eine sehr dunkle Seite zeigen. Sein Ruben von Hammerlitz ist nicht nur ein mittelalterlicher Bösewicht, er zeigt durchaus den Prototyp des heutigen Machtmenschen.

Hunger herrscht im ganzen Land. Mit Wehmut erinnern sich die Menschen an einen Topf, der ihnen einst süßen Brei im Überfluss spendete. Doch in einem Lied heißt es, der Topf sei zerschlagen und seine Teile in alle Winde zerstreut. Nur das Mädchen Jola glaubt nicht an solche Geschichten. Bei ihrer verzweifelten Suche nach Essen für ihre Mutter und für ihre Geschwister begegnet sie einer geheimnisvollen Waldfrau, die ihr den magischen Topf verspricht, wenn sie Mut, Barmherzigkeit und Klugheit besitzt.

Jola macht sich auf den Weg, die Scherben zu finden. Schnell schließt sich ihr ein junger Mann namens Veit an, der zwar hilfsbereit wirkt, in Wahrheit aber ein Getriebener ist: Veit hat Schulden und wird von seinem Bruder, Graf Ruben, erpresst. Der Zaubertopf wäre eine Beute, mit der sich Veit seiner Sorgen schnell entledigen könnte.

„Der süße Brei“ ist eine Verfilmung eines bekannten Grimm’schen Märchens innerhalb der Reihe „Märchenperlen“. Gedreht wurde unter anderem im Freilichtmuseum Bleiberg und auf der Burg Kriebstein.

Kinderfilm GmbH im Auftrag von MDR und ZDF
Regie: Frank Stoye
Casting: Anne Heubner

Erstausstrahlung

Montag, 24. Dezember 2018, 15.05 Uhr
Zeitgleich in der ZDFmediathek