Da geht’s ans Eingemachte

Matthias Matz gibt Alles für den Kurzfilm „Der Gesellschafter“
Der Gesellschafter

Da geht’s ans Eingemachte

Ein Szenario für Horrorfilme: die Untiefen des Moors. Und genau da hinein hat sich Matthias Matz bei den Dreharbeiten zu dem Kurzfilm „Der Gesellschafter“ von Tanja Egen begeben. Die Regisseurin hatte Matthias Matz im Vorfeld gefragt, ob es ihm etwas ausmache ins Moor zu laufen, er aber hatte spontan verneint. Als Schauspieler fand er die Herausforderung spannend. Bis der Dreh begann und er loslaufen musste. „Schon beim ersten Schritt, nach dem ‘Bitte‘ der Regie hab ich nur gedacht, hoffentlich fällst du nicht hin. Ich hab sofort gemerkt, dass es auch schief gehen kann. Da wird nicht mehr viel gespielt, da geht’s ans Eingemachte.“ Diese körperliche Grenzerfahrung sucht die Hauptfigur des Films. Ein geistig müder, ausgebrannter Mann im Anzug, der raus in die weite Natur geht. Anders als vielleicht erwartet, findet er dort aber nicht sein Seelenheil, sondern wird mit den Dämonen seiner selbst und den Kräften der Natur konfrontiert.

Dabei ist aber nicht nur das Moor tückisch. Die Regisseurin ließ im Wald Spiegel aufhängen, die Birken weißer streichen und Gras grüner sprühen. Was das mit den Sinnen macht, konnte Matthias Matz während der Dreharbeiten am eigenen Leib spüren. „Es war unheimlich spannend als Schauspieler, sich dem unterzuordnen und zuzulassen, was da passiert.“ Durch die Wucht der Bilder waren diese Erlebnisse während der Teampremiere für Matthias Matz so präsent, als stünde er wieder mitten in der Natur.

Das Regieprojekt von Tanja Egen, das sie im Rahmen ihres Studiums an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin realisiert hat, wird ab Anfang 2017 einen hoffentlich erfolgreichen Weg auf Filmfestivals einschlagen. Im Anschluss daran soll der Film auch im Vorprogramm in Kinos gezeigt werden.

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