Harry & Sally auf Hoher See

Ein Theatersommer mit Marie-Theres Schwinn an Bord eines Kreuzfahrtschiffes
Harry & Sally auf Hoher See

Harry & Sally auf Hoher See

Marie bedeutet auch „die, die aus dem Meer kommt“. Vielleicht zieht es unsere Schauspielerin Marie-Theres Schwinn ja deshalb immer wieder in die Welt hinaus. Erst probte sie in Berlin für einen Theatersommer auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 5“. Am 17. Juni ging es dann für viereinhalb Monate an Bord. Gespielt wird sowohl im 1000-Plätze Theater, sowie auf der etwas kleineren Studiobühne.
Dieser Vertrag wird besonders spannend, denn Mari-Theres wird einen Klassiker auf See spielen: „Harry&Sally“. Außerdem stehen verschiedene Lesungen, ein romantisch -unterhaltsames Theaterstück über die Comedian Harmonists, Musicals, ein Krimidinner und sogar ein Soloprogramm nach dem Roman „Vorlaut ist auch nicht leise“ von Laurie Notaro auf dem Programm. Das Ensemble besteht aus 6 Sängern, 4 Artisten, 4 Schauspielern und 8 Tänzern. Animation gehört übrigens nicht zu den Aufgaben des Ensembles – alles sind studierte Künstler.

Für Marie-Theres ist es bereits der dritte Vertrag an Bord. „Ich liebe die Vielfalt und die Herausforderung, so viele Stücke in so kurzer Zeit zu spielen. Ausserdem mag ich es, jeden Morgen in einem anderen Hafen aufzuwachen. Letztes Jahr habe ich über 40 Häfen in vier Monaten besucht. An den Seegang musste ich mich aber erstmal gewöhnen. Einmal war der Seegang plötzlich so schlimm, dass wir Backstage während der Vorstellung alles geändert haben. Das Publikum war selbst auch ziemlich grün im Gesicht – der Applaus nach der Vorstellung war umwerfend. Wir völlig k.o. – aber glücklich“.

Das Leben an Bord sei sehr intensiv, erzählt die Schauspielerin. Man wachse ganz anders zusammen, weil man ja nicht abends nach Hause gehen kann. „Das macht auch auf der Bühne die ganz besondere Chemie aus. Einmal hat eine Frau nach der Vorstellung zu mir gesagt: Ich war noch nie so richtig im Theater vorher, aber wenn ich wieder zu Hause bin werde ich das öfter machen. Das hat mich sehr glücklich gemacht.“

Na dann mal Ahoi und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!