Faust und seine spannenden Rätsel

Andreas Klaue als Faust
Andreas Klaue als Faust

Faust und seine spannenden Rätsel

Eine Gratwanderung haben Peter Kratz und sein Ensemble angetreten, als man sich für eine Version des „Faust“ in der Bearbeitung des genialen Werner Schwab entschieden hat. Schwab, Liebling vor allem der 80er und 90er Jahre, den Aufbruchzeiten nicht nur des Theaters, hat trotz seines frühen (Alkohol-)Todes – er starb am 1. Januar 1994, gerade einmal 35 Jahre alt – einen eigenen und eigenwilligen Stil geprägt und eine ganz Reihe bemerkenswerter Werke hinterlassen. Alleine seine Sprache, von ihm selbst als „Schwabisch“ betitelt, war und ist eine Besonderheit. Und nun im Ludwigsburger Clussgarten der „Faust“ nach dem deutschen Klassiker von Goethe.

Wer sich das Stück anschaut, und das sollte man in jedem Falle tun, muss auch die Warnung beachten, den Goethe’schen Faust erstmal aus dem Kopf zu verjagen. Nur dann ist Platz für diesen so modernen, diesen aktuellen, diesen parodistischen Faust

Stuttgarter Nachrichten:

„Ein prima Ensemble, vielleicht eines der homogensten und auf Augenhöhe arbeitenden Ensembles der Theatersommergeschichte ist schon bei dieser Premiere glänzend aufgelegt. Andi Klaue ist ein Faust voller Widersprüche, faunisch befehlend eben noch, verzweifelnd gleich darauf, ein Kraftpaket, das die Kraft der Worte unterstreicht, die er da in den Mund nimmt.“

Inszenierung: Peter Kratz
Kostüme: Pina Sophia Starke
Bühne: Enno Craiss
Mit: Bernadette Hug, Bernhard Linke, Andreas Klaue, Christine Last, Stefan

Bis 27.07.2018 im Ludwigsburger Theatersommer